Salve ihr Lieben,
wie der Pierrot bin ich im Moment geteilt. Auf der einen Seite bin ich traurig, weil ich diese wundervolle Insel verlassen werde und meinen Freunden "Auf Wiedersehen" sage ohne sicherzusein, ob es ein Wiedersehen gibt. Auf der anderen Seite bin ich fröhlich, weil ich genau weiß, dass in Deutschland meine Familie und meine Freunde auf mich warten und ich mich sehr auf alle freue.
Aber zum Bericht der letzten Tage.
Der Sonntag am Strand war schön und entspannend. Chiara hat mich dann mit ihrem Motorroller nach Hause gefahren - das ist ein Spaß mit der kleinen Maschine durch die Gegend zu düsen. :-)
Montag habe ich mir vormittags das Zertifikat aus dem Centro Linguistico geholt und war erfolglos in der Uni, da meine Dozentin nicht da war. Aber ich habe meine Banknachbarin von Fisica getroffen und wir haben ein letztes Mal nett geplaudert. Anschließend bin ich noch durch die Stadt gebummelt und habe in diverse Läden geschaut, doch ich denke, mein Koffer wird schwer genug werden. Als ich an der Gelateria "Peter Pan" vorbeikam, konnte ich nicht wiederstehen und habe mir ein Eis - endlich mal wieder "Banana e nutella" - gegönnt. Am Nachmittag habe ich dann am Strand gelegen und die Sonne genossen. Schließlich muss ich Sonne tanken, wenn es in Deutschland so kalt sein soll.
Am Dienstag musste ich wieder in die Uni, da noch einige Dinge unterschrieben werden mussten. Dieses Mal war auch meine Professorin von Programmazione da, sodass ich die Umrechnung der Note bekommen habe. Mein Tutor hat mir die Seiten unterschrieben, ohne dass ich was ausgefällt habe. Blindes Vertrauen oder einfach kein Interesse daran? Naja, mir soll's egal sein. Und wieder ging es nachmittags an den Strand zum Sonnenbaden. Am Abend sollte der Abschied von den Bulgaren und Annika sein. Jedoch hatte sich eine meiner Mitstudentinnen gemeldet und gefragt, ob wir uns treffen können. Das haben wir gemacht und es gab mal wieder ein Eis - New York Cheese Cake - das ist auch nicht schlecht. Nach einem langen Spaziergang durch die Stadt kamen wir wieder auf dem Piazza Yenne an, wo eine Capoeira-Gruppe ihr Können vorführte. Wir haben eine Weile zugesehen und gestaunt, wie beweglich die Menschen sind. Kurz vor 11 ging es dann zur Bastione. Ich war - mal wieder - eine der ersten und habe mich mit Martin und Boyan unterhalten bis der Rest so langsam auftauchte. Mit deutschem Weißwein, sardischem Bier und Rotwein (woher weiß ich nicht) haben wir auf den Abend oder die Nacht angestoßen und es wurde ein lustiges Beisammensein mit viel Gelächter. Die Fotos habe ich leider noch nicht, aber sie sind sicherlich gut geworden. Ich habe mich dann Leuten angeschlossen, die mich mit dem Auto heimfahren konnten und wollten. Der Abschied war traurig - Mariana, Martin und Boyan sowie Annika werden schon fehlen. So gehen wir alle unsere Wege....
Am Mittwoch war ich vormittags erstmal zu nichts zu gebrauchen. Gegen Mittag habe ich mich dann doch mal daran gemacht, mein Zimmer beziehungsweise meine Sachen zu sortieren. Mein Koffer ist schon halb gepackt und schon ziemlich schwer. Ich bin echt gespannt, wie ich Freitag zum Flughafen komme. Und wieder stand am Nachmittag der Strand auf dem Plan und wieder habe ich Marianna im Bus getroffen. Wir haben einen schönen Nachmittag zusammen verbracht und uns schließlich wirklich verabschiedet. Heute sind sie dann geflogen.
Heute morgen musste ich ins Auslandsamt um die letzten Unterlagen zu bekommen. Nach einer guten Stunde der Warterei war ich dann endlich dran. Alle im Büro waren fasziniert von meinen Fächern und vorallem davon, dass es sowas wie Analisi 4 gibt. Doch zum Glück ging es schnell und ich war vor 12 wieder auf dem Weg hinab. Ich bin dann ein letztes Mal in den schönen Antiquitätenladen und habe mit der netten Dame geplaudert. Es ist wirklich erstaunlich, wie schnell man hier auch in persönliche Gespräche verwickelt wird. Nach einem letzten Abstecher in den Supermarkt hatte ich alles, was ich für die letzten 3 Tage brauche. Nun sitze ich hier mit meinem Tee und verstecke mich vor der Mittagshitze. Heute gegen Abend gehe ich noch mit einem Freund in einen großen Park, den ich seiner Meinung nach unbedingt sehen muss. Morgen abend will ich mit Chiara Pizza essen gehen und am Samstag werde ich vermutlich noch einmal an den Strand, noch einen letzten Cappuccino im Rinascente genießen und dann geht es auch schon wieder nach Berlin. Ich kann es noch gar nicht glauben, dass die 5 Monate schon wieder vorbei sind.
Bis bald - dann habt ihr mich tatsächlich wieder...
eure Sarah
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Liebe Sarah, ich wünsch dir ein paar schöne letzte Stunden in Cagliari, nicht all zu viel Abschiedsschmerz und kommt gut heim!
AntwortenLöschenVielleicht sehen wir uns ja mal wieder in Badeborn!
Gruß aus Dresden!