28. Juli 2009

Ende gut, alles gut

Salve,
hier nun der letzte Eintrag in diesem Tagebuch um mein Kapitel "Cagliari" zu beenden.
Den letzten Tag habe ich nochmal am Strand begonnen und nach dem Packen mittags mir noch ein Eis - "Banana e nutella" - gegönnt. Mit diesem Eis in der Hand bin ich noch ein letztes Mal meinen Weg durch die Stadt geschlendert. Bei 37 Grad war das zwar etwas anstrengend, aber irgendwie musste ich es nochmal machen. Meine Nervosität hatte mich jedoch schnell eingeholt und so habe ich mich abends zum Essen gezwungen. Ins Bett bin ich dann eher aus Pflichtgefühl gegangen, nachdem ich mir mein Wecker und mein Handy gestellt hatte. Halb 5 morgens wollte ich aufstehen, damit ich die Kleinigkeiten noch einpacken und etwas essen konnte. Doch nach einer Nacht, in der ich relativ viel munter war, bin ich gegen halb 4 erst eingeschlafen und halb 6 aufgeschreckt. Ich hatte also knapp eine halbe Stunde Zeit alles zusammenzusuchen. Damit fiel das Frühstück aus - doch vermutlich hätte ich sowieso nichts herunterbekommen. Mit meinem schweren Koffer und dem Rucksack ging es dann los. Der Bus war ausnahmsweise mal pünktlich und ohne große Probleme landete ich am Bahnhof der Busse. Dort hatte ich ja noch eine gute halbe Stunde Zeit, die ich mir mit Musik vertrieb. Die Personenwaage des Bahnhofes, die ich für meinen Koffer umfunktionierte, sagte, dass dieser "nur" 21 kg wog. Derart beruhigt ging es dann in den Bus zum Flughafen. Aus dem Fenster erhaschte ich letzte Blicke auf die schöne Stadt, die ich 5 Monate mein Zuhause nennen durfte. Natürlich war ich viel zu früh am Flughafen, doch ich machte schnell die Bekanntschaft einer Wahl-Berlinerin, die gerade einen Sprachkurs in Cagliari gemacht hatte. Endlich ging es los mit dem Einchecken. Es ging recht flott, doch die Waage wollte mich schocken. Mein Koffer wog wohl doch 24,5 kg. Zum Glück war die junge Frau kulant und lächelte nur, während sie den Koffer weiterschickte. Nach einem Cappuccino ging es dann vor das Gate, damit ich meinen Fensterplatz bekam. Die Stunden zerflossen wie Sand und im Nu war es halb 10. Wir gingen über die Rollfläche zum Flieger und sahen unsere Koffer, die gerade eingeladen wurden. Ich bekam meinen Fensterplatz und konnte mich von der Insel verabschieden. Etwas makaber wurde es, als der Pilot sagte: "Und rechts sehen Sie Korsika mit Waldbränden" Alles in allem war es ein ruhiger Flug und wir sind pünktlich in Berlin gelandet. Dort dauerte es mit den Koffern einige Zeit, doch schließlich konnte ich durch die Türen gehen, wo mich meine Familie in Empfang nahm.
Nun bin ich seit fast einer Woche wieder in Deutschland und so langsam gewöhne ich mich ein. Es ist schon ein großer Unterschied zu Italien und manches ist dort besser oder angenehmer. Doch ich bin auch glücklich, dass ich wieder hier bin und alle wiedergesehen habe. Nun steht die WM auf dem Plan, aber darüber werde ich nichts mehr schreiben. Mit diesem Eintrag hier schließe ich mein Blog über Italien.
Eure Sarah
P.S.: Vielen Dank an alle, die hier regelmäßig gelesen haben und mir nette Kommentare auf den Weg gaben! Und natürlich auch an die stillen Leser, die sich nicht zu erkennen gegeben haben. :-)

1 Kommentar:

  1. Schade, dass es vorbei ist und es hier keine Einträge mehr geben wird! Dir wünsche ich auf jeden Fall viel Erfolg für die weitere Zukunft, aber nach so einem Auslandssemester ist vieles leichter!

    Bis bald!

    AntwortenLöschen